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10. November 2019

FRAUENFUSSBALL


DFB-Boss Keller über DFB-Frauen: Kommen wieder in Weltspitze

London (dpa) – Nach dem stimmungsvollen und sportlich erfolgreichen Saison-Ausklang blicken die deutschen Fußball-Frauen wieder optimistisch in die Zukunft.

Alexandra Popp (l) netzte in Wembley zur deutschen Führung ein. Foto: John Walton/PA Wire/dpa (Foto: DPA)

«Es war ein super Jahresabschluss», sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nach dem überzeugenden und hochverdienten 2:1 (1:1)-Erfolg gegen England im Londoner Wembley-Stadion und bekräftigte: «Wir befinden uns in einem Prozess, und der ist noch lange nicht zu Ende.»

Das Viertelfinal-Scheitern bei der Weltmeisterschaft in Frankreich und das damit verbundene Fehlen bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio hatten dem jahrelang erfolgsverwöhnten deutschen Frauenfußball im Sommer einen empfindlichen Dämpfer versetzt. Doch der makellose Start in die EM-Qualifikation mit zwölf Punkten aus vier Spielen und 31:0 Toren und der Prestige-Erfolg gegen den WM-Vierten England lassen wieder auf eine Rückkehr zu alter Stärke hoffen.

«Wir können mit guter Hoffnung in die Zukunft gehen und werden sicherlich wieder in die Weltspitze kommen», sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Den aktuellen Rückstand zu den internationalen Spitzenteams gelte es nun aufzuholen, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes, der an der Spitze einer hochrangigen DFB-Delegation mit nach England gereist war. Beeindruckt zeigte sich Keller von der «besonderen Atmosphäre» im Wembley-Stadion mit 77.768 Zuschauern. «Wir müssen von den Engländern lernen», sagte Keller und äußerte die Hoffnung, «dass wir das in Deutschland auch hinkriegen».

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, sprach von einem «hervorragenden Rahmen» und einem «überragenden Fußballspiel». Alexandra Popp (9. Minute) und die 18 Jahre alte Klara Bühl (90.) hatten den Sieg der deutschen Elf bei einem Gegentor von Ellen White (44.) herausgeschossen. «Solche Spiele sind wichtig, das wird jede Spielerin weiterbringen», sagte Chatzialexiou.